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Oktober 2008 - Wer rennt, wenn´s brennt? - M 3 besichtigt Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr in Dillenburg

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"Feuer" lautet das Thema, mit dem sich die M 3 im Sachunterricht zur Zeit beschäftigt. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler zunächst eigene Erfahrungen mit Feuer gesammelt. Vor allem jedoch haben sie gelernt, wie man sicher mit Streichhölzern, Feuerzeugen und Kerzen umgeht, und dass sie nie ohne Aufsicht eines Erwachsenen mit Feuer hantieren sollen. Durch Experimente haben die Schülerinnen und Schüler herausgefunden, welche Materialien brennen und welche nicht. Sie wissen daher, welche Gegenstände besonders "feuergefährlich" sind und daher nicht mit einer Kerze oder einer anderen Hitzequelle in Berührung kommen dürfen.

Die Schülerinnen und Schüler wollten nun wissen, was zu tun ist, wenn ein Feuer ausgebrochen ist. Aus diesem Grund stand ein Besuch des Stützpunktes der Freiwilligen Feuerwehr in Dillenburg auf dem Stundenplan. 

Am Feuerwehrstützpunkt wurde die Gruppe vom stellvertretenden Wehrführer Alex Dratzidis und seinem Feuerwehrkameraden Sascha Kegel empfangen. Zuerst ging es dann in den Umkleideraum. Dort hat jeder Feuerwehrmann (und jede Feuerwehrfrau - die gibt es nämlich auch!) seinen eigenen Spind, in dem die Ausrüstung für den Alarmfall bereitliegt. Der Kamerad Sascha Kegel hat seine Ausrüstung angezogen, um den Besuchern zu zeigen, wie ein Feuerwehrmann im Einsatz aussieht.

Die Ausrüstung des Feuerwehrmanns besteht aus einer feuerfesten Schutzjacke und einer feuerfesten Schutzhose. Die Leuchtstreifen sorgen dafür, dass man den Feuerwehrmann auch im Dunklen sehen kann.

Damit der Feuerwehrmann keinen giftigen Rauch einatmen muss, trägt er eine Atemschutzmaske im Gesicht. An der Atemschutzmaske wird die gelbe Sauerstoffflasche angeschlossen, die der Feuerwehrmann auf dem Rücken trägt.

Auf dem Kopf trägt der Feuerwehrmann einen Schutzhelm, an den Füßen hat er Sicherheitsstiefel.

In voller Montur sieht ein Feuerwehrkamerad dann aus wie ein Außerirdischer. Dazu passt auch das seltsame schnaufende Geräusch, das entsteht, wenn der Feuerwehrmann durch die Atemschutzmaske Luft holt.

Kleine Kinder bekommen daher oft Angst, wenn sie zum ersten Mal einen Feuerwehrmann sehen, und verstecken sich vor den Feuerwehrleuten.

Deshalb ist es gut, wenn man so eine Ausrüstung schon mal gesehen hat und im Ernstfall weiß: Da kommt kein Außerirdischer, sondern es kommt die Feuerwehr, um mir  zu helfen!

Nachdem Alex Dratzidis alles erklärt hatte, durften die Schülerinnen und Schüler Helme und Anzüge selbst ausprobieren.

                                      

In der Halle wurden die Fahrzeuge der Feuerwehr bestaunt. So der Drehleiterwagen (abgekürzt: DLK - Drehleiter mit Korb): Mit der 30 Meter langen Leiter können zum Beispiel Menschen aus brennenden Häusern aus dem Fenster heraus gerettet werden. 

 

Das Löschfahrzeug (abgekürzt: LF) ist bei den meisten Einsätzen dabei. Wenn es irgendwo brennt, wo es kein Wasser zum Löschen gibt, kommen das TLF, das Tanklöschfahrzeug, zum Einsatz, von denen es in Dillenburg zwei Stück gibt.

                                             
     

Alle Feuerwehrautos haben jede Menge Werkzeuge und Geräte mit an Bord. Wenn es in einem Haus brennt, wo niemand daheim ist, braucht die Feuerwehr zum Beispiel Werkzeuge, um die Haustür aufzubrechen, damit sie hineingehen und das Feuer löschen kann.  

Die Feuerwehr hilft auch bei Autounfällen. Mit der Rettungsschere kann sie Menschen befreien, die durch einen Unfall in ihrem Auto eingeklemmt sind. 

Ein großes Erlebnis war das Probesitzen im Tanklöschfahrzeug. Den Wunsch einiger Schüler, mal eine Runde mit dem Feuerwehrauto zu drehen, konnte Alex Dratzidis leider nicht erfüllen, weil bei einem Alarm  alle Fahrzeuge sofort einsatzbereit sein müssen.

                 

Für den Schloßbergtunnel wurde sogar ein besonderes Kleinlöschfahrzeug angeschafft: Das "KLF Tunnel". Es wird benutzt, wenn es im Tunnel brennt oder dort ein Unfall passiert. Auch im Einsatzleitwagen durften die Schülerinnen und Schüler Platz nehmen. Während eines Einsatzes sitzen hier die "Chefs" der Feuerwehr und geben ihren Kameraden Anweisungen. 

In ihrem Lager hat die Feuerwehr sogar ein Schlauchboot, zum Beispiel für Einsätze bei Hochwasser.

             
 

Abschließend führte Alex Dratzidis seine Besucher in die Einsatzleitzentrale und in die Atemschutzwerkstatt, wo die Atemschutzmasken und die Sauerstoffflaschen gereinigt und überprüft werden.

Die Schülerinnen und Schüler der M 3 danken der Freiwilligen Feuerwehr Dillenburg und Alex Dratzidis für die interessante Führung!

Last changed: 05 Oct 2010 at 17:55:41

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